09.12.2017: SV Lok Leipzig-Mitte - HSG Rottluff/Lok Chemnitz 26:34 (17:15)

Im Nachholspiel des fünften Spieltages reisten unsere Männer am vergangenen Wochenende zum Punktspiel gegen den SV Lok Mitte nach Leipzig. Nachdem in der letzten Saison alle vier Auswärtsfahrten in die nordsächsische Metropole mit deutlichen Niederlagen endeten, war nach den Ausfällen von Matti Schott, Sven Müller, Tim Weichert, Eduard Sabot und Maxim Lamm mal wieder nur Zweckoptimismus angesagt. Aber nach dem Motto, dass jede Serie ja auch mal ein Ende haben muss, ging es also aus dem verschneiten Chemnitz ins im Weihnachtsverkehr stark überfrequentierte Leipzig.

Die Anfangsphase war wie so oft kein Problem. Wir fanden trotz ungewohnter Aufstellung auf der rechten Seite schnell ins Spiel, standen in der Abwehr sicher und spielten munter mit. In der Offensive lief der Ball über alle Positionen gut und breit. Bis zum 5:5 (9.Min) zeigte das Spiel keine Tendenzen. Teilweise gut und schön herausgespielte Aktionen wurden allerdings in der Folgezeit oft nicht verwertet. Vor allem von den Außenpositionen fand der Ball mehrmals nicht seinen Weg ins Gehäuse, so dass sich die Gastgeber ihrerseits einen Vorsprung herausarbeiten konnten. Über 7:5, 10:7 und 13:9 gerieten wir wieder ins Hintertreffen, obwohl wir uns im Vergleich zur Heimniederlage vor 14 Tagen spielerisch deutlich verbessert zeigten. Die fällige Auszeit sorgte zunächst für etwas Ruhe. Und dennoch fanden wir nicht 100%igen Zugriff. Erst nach dem 17:12 (55.) wachte unser Team plötzlich richtig auf. Die Abwehr packte jetzt immer noch einmal extra zu und stemmte sich gegen die drohende frühe Vorentscheidung. Und tatsächlich wurden die Leipziger nun blass und verloren die Kontrolle über das Spiel. So gelang es bis zur Pause den Rückstand wieder auf zwei Tore zu verkürzen - 17:15.

Die Initialzündung war gelungen. Nun hieß es, den Schwung mit in die zweite Hälfte zu retten und genau so weiterzumachen. Und so geschah es. Bereits nach zwei Minuten war beim 18:18 der Ausgleich hergestellt. Bei den Leipzigern passte nun gar nichts mehr zusammen. Unsere Abwehr unterband alles, was zu unterbinden war und war ihrerseits nun selbst mit schnellen Gegenstößen erfolgreich. 18:19, 19:21, 20:23 ... unser Motor lief nun rund. Ball und Gegner wurden kontrolliert und nur selten trübten Fehler den Gesamteindruck. Es spielte eigentlich nur eine Mannschaft. Die Gastgeber nahmen sehr oft nur die Rolle von Statisten ein und wirkten in vielen Situationen überfordert. Unser Männer hingegen kämpften um jeden Ball. So war auch die rote Karte gegen Jonas Pannwitz nach einem uncleveren Revanchefoul zwar undisipliniert, gleichzeitig aber auch ein Ausdruck des unbedingten Willen, hier und heute erfolgreich zu sein. Aus dem 20:23 wurde innerhalb von 15 Minuten ein 23:33, der Rest war Ergebniskosmetik - 26:34. Ein sicherer, verdienter und tabellensituativ absolut notwendiger Sieg unseres Teams gegen einen Gegner der heute sicher nicht seinen besten Tag hatte und weit unter seinen eigenen Möglichkeiten blieb.

Für die HSG Rottluff/Lok Chemnitz spielten:

Hujer, Bierbaum, Massow;
Hofmann(1), Majer(1), Gehring(1), Koschwitz(2), Staffe(4), Wittrock(2), Röber(12/2), Gruber(12), Pannwitz(1)

 

Zeitstrafen: LOK 14 min
  HSG 4 min + Rot
     
Siebenmeter: LOK 3 von 3
  HSG 2 von 3