01.12.2019: VfB Lengenfeld - HSG Rottluff/Lok Chemnitz II 27:19 (14:9)

Nachdem man in der Woche zuvor in eigener Halle noch den Tabellenführer vom Thron stoßen konnte, stand zuletzt eine schwierige Auswärtspartie bei den heimstarken Lengenfeldern an. Bis dahin vermochte noch kein anderer Bezirksligist, dem VfB Lengenfeld aus seiner Heimhalle die Punkte zu entführen. Auch die Rottluffer konnten an diesem Umstand nichts ändern. Mit einer recht deutlichen Niederlage musste man die Heimreise aus dem Vogtland antreten.

Die einzige Führung in dieser Partie erzielten die Gäste gleich zu Beginn (0:1). Doch mit vier Toren in Folge übernahmen die Hausherren das Zepter. Die Chemnitzer mühten sich redlich in der Defensive und konnten auch beim Stand von 4:2 den Ball erobern. Doch der schnelle Gegenstoß konnte nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden. Statt des Anschlusstreffers geriet die HSG so weiter in Rückstand (5:2). Eigentlich sollten schnelle Gegenstöße der HSG helfen, einfache Tore zu erzielen. Denn eins war allen von Anfang an klar: Gegen die kompakte 6:0-Abwehr der Lengenfelder würde es nicht leicht werden, Tore aus dem Positionsangriff heraus zu erzielen. Durch Jonas und Jan vom 7m-Punkt konnte man Mitte der ersten Halbzeit den Anschluss wieder herstellen (5:4). Aber der Angriff blieb weiterhin das Sorgenkind der Chemnitzer. Aus dem Rückraum tat man sich schwer, die richtigen Mittel gegen die Lengenfelder Defensive zu finden. Zu allem Überfluss gesellten sich auch noch der ein oder andere technische Fehler hinzu. Nach 25 gespielten Minuten lagen die Gäste so bereits 10:6 zurück. Kurz vor dem Seitenwechsel verpasste man beim Stand von 12:9 die Chance, wieder auf 2 Tore zu verkürzen. Stattdessen erzielten die Hausherren noch zwei Treffer zum Pausenstand von 14:9.

Dies war ein herber Rückschlag für die Rottluffer. Schon in der ersten Halbzeit zeichnete es sich ab, dass man sich zu sehr mit dem Schiedsrichtern beschäftigte und Fehler dort suchte. Ein kurzes Aufbäumen nach der Halbzeitpause ließ erneut einen Funken Hoffnung aufkeimen (14:11). Doch dieser verpuffte schnell. Nachdem man eine einfache Unterzahlphase überstehen musste, lag man 17:11 zurück. Eine weiter doppelte Unterzahl kurz darauf besiegelte dann wohl den Ausgang der Partie. Nach nicht einmal 10 gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit stand es bereits 19:12 aus Sicht der Hausherren. Diese Hypothek war für die Gäste an diesem Tag zu groß, als das sie diesen Rückstand nochmal aufholen konnten. Dazu fehlten ihnen vor allem auch im Angriff die entscheidenden Mittel. Zu selten wurde in die Nahtstellen gestoßen. Häufiges Querspielen brachte die Lengenfelder Defensive nicht genug in Bewegung, so dass Torerfolge weiterhin eine Mangelerscheinung für Chemnitz waren. Lengenfeld verteidigte seinen Vorsprung clever und versetzte den Rottluffern immer wieder kleine Nadelstiche durch schnelle Gegenstoßtore. Beim Stand von 25:15 lagen die Gäste erstmals mit 10 Toren zurück. Da waren noch 8 Minuten zu spielen. Bis zum Spielende wehrte sich die HSG aber gegen eine so hohe Niederlage weiterhin und trotze dem Gegner doch noch zwei Tore ab. Am Ende unterlagen die Gäste mit 27:19. Nun muss die Niederlage schnell abgehakt und sich auf das nächste Heimspiel vorbereitet werden. Im letzten Spiel der Hinrunde trifft die HSG in der Sachsenhalle auf den Tabellenvorletzten aus Schneeberg.

Für die HSG Rottluff/Lok Chemnitz II spielten:

Tor:A. Bierbaum, T. Hujer
Feld:B. Hofmann, P. Fischer, C. Glöckner (2), P. Gugisch (2), C. Starke (2), J. Röder (6/4), M. Schlapka (2), T. Schmidt (1), J. Riedel (4)