28.04.19: HSG Rottluff/Lok Chemnitz II - TSV Fortschritt Mittweida 29:24 (16:17)

Nach den beiden verpatzten Auswärtsspielen in Fraureuth und Annaberg beendete die Reserve der HSG Rottluff/Lok Chemnitz die Bezirksligasaison mit einem Sieg in eigener Halle. Gegen den Tabellennachbarn aus Mittweida lagen die Rottluffer zur Pause noch mit einem Tor zurück. Wie schon so oft in der Rückrunde kämpfte man sich in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel und drehte es zu eigenen Gunsten, sodass man den 7. Tabellenplatz erfolgreich vor Mittweida verteidigen konnte.

Nachdem ein Großteil der etatmäßigen Spieler wieder mit an Bord war, konnte das Trainergespann auf eine volle Auswechselbank zurückgreifen. Dem zufolge waren wieder genug Möglichkeiten vorhanden, frische Kräfte von der Bank zu bringen. Somit legte sich die Startsieben gleich richtig ins Zeug und konnte sich einen leichten Vorteil gegenüber den Gästen verschaffen. Im Angriff lief der Ball wieder besser durch die Reihen, als noch in den beiden vorangegangenen Spielen. Auch im schnellen Umkehrspiel und vom Strafwurfpunkt war man erfolgreich. So stand es nach zehn gespielten Minuten 6:3 aus Sicht der Chemnitzer. Doch nun verfielen die Hausherren in der Defensive in eine Lethargie. Die Abwehr stand zu weit vom Gegenspieler entfernt und Mittweida konnte nach Belieben aus dem Rückraum abschließen. Es waren aber auch zwei unglückliche Gegentreffer dabei, die durch den Abwehrversuch ins Tor gelenkt wurden. Vier Tore in Folge für die Gäste und der erarbeitete Vorteil war in der 14. Spielminute dahin (6:7). Dies rüttelte die Hausherren aber immer noch nicht wach. Weitere zehn Minuten mussten Trainer und Publikum mit ansehen, wie die HSG Tor um Tor weiter in Rückstand geriet. Da konnten auch zwei Auszeiten nichts daran ändern. Sieben Minuten vor der Pause stand es 11:16. Die Umstellung auf eine offensive Deckungsvariante konnte dann einige Fesseln bei den Spielern lösen. Nun stand man näher zum Gegenspieler und konnte dessen Aktionen besser unterbinden. Diesen Schwung nahm man auch in den Angriff mit und holte bis zur Halbzeit ganze vier Tore wieder auf. Schließlich wurden beim Stand von 16:17 die Seiten gewechselt.

Siebzehn Gegentore in einer Halbzeit zeugten nicht gerade von einer guten Defensivleistung. Mit weiteren siebzehn Gegentoren, so prophezeite es das Trainergespann, sollte man das Spiel nicht gewinnen können. Gleich nach der Pause wollte man den ersten Angriff nutzen, um den Ausgleich erstmals wieder herzustellen. Doch das Gegenteil war der Fall. Mittweida verhinderte den Ausgleich und legte seinerseits wieder Tore nach. Wie in einem bösen Traum lag man nach drei Minuten schon wieder mit drei Toren zurück (17:20). Aber die HSG ließ sich davon nicht weiter aus der Ruhe bringen. Die offensive Abwehr behielt man weiterhin bei. Dies zahlte sich aus, denn auch den erneuten Rückstand holte man wieder auf. Mitte der zweiten Spielhälfte war endlich der ersehnte Ausgleich hergestellt (21:21). Die darauffolgende Auszeit der Gäste verpuffte im Nichts. Durch zwei Energieleistungen übernahmen die Hausherren wieder die Führung in der 50. Spielminute (23:21). Diese gaben die Bezirksstädter fortan nicht mehr aus der Hand. Selbst zwei Unterzahlsituationen konnte man getrost verschmerzen. Im Tor lief Franz nun zur Höchstform auf und vereitelte einen Strafwurf und drei Würfe in Folge aus der Nahdistanz. Der Rottluffer Angriff war nun auch nicht mehr aufzuhalten. Mit dem Rückhalt aus der Abwehr legten vier Tore in Folge den Grundstein für einen erfolgreichen Spielausgang (27:22). In den verbleibenden drei Spielminuten traf jede Mannschaft noch zweimal bis zum Endstand von 29:24. Letztendlich spielentscheidend war die gesteigerte Defensivleistung im zweiten Durchgang, in dem man den Gästen nur sieben weitere Tore zugestand. Die zweite Vertretung der HSG sicherte sich mit dem letzten Heimsieg einen achtbaren 7. Platz in der Tabelle. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hat man damit das Saisonziel «einstelliger Tabellenplatz» mehr als erreicht.

Für die HSG Rottluff/Lok Chemnitz II spielten:

Tor:U. Bodewell, F. Massow
Feld:P. Fischer (1), F. Gehring (8/1), P. Gugisch (2), A. Hahn (1), M. Herzig (2), B. Hofmann (3), N. Lippoldes (2), J. Riedel (2), J. Röder (4/1), M. Schlapka (2), M. Schubert, L. Thieme (2)