16.03.19: USG Chemnitz - HSG Rottluff/Lok Chemnitz II 29:32 (15:11)

Am vergangenen Sonnabend kam es zum zweiten Stadtderby der Saison. Nach den zuletzt sehr erfolgreichen Auftritten gegen die fünf besten Teams der Bezirksliga hatten es die Rottluffer diesmal mit dem Tabellenvorletzten, der USG Chemnitz, zu tun. Nach den vielen Bonuspunkten der vergangenen Wochen lautete heute Abstiegskampf die Devise. Bei einer Niederlage wäre die USG wieder auf drei Punkte an die HSG herangerückt, bei einem eigenen Sieg wäre man praktisch gerettet.

Hochmotiviert starteten die Rottluffer in die Begegnung und konnten gleich einige schnelle Treffer erzielen und mit 1:2 in Führung gehen. Bis zum Stand von 3:4 stand man in der Deckung recht stabil und traf kontinuierlich. In der Folge ließen wir merklich nach und die USG, trotz eindringlicher Vorwarnung unseres Trainergespanns, setzte alles daran, das für sie immens wichtige Spiel erfolgreich zu gestalten. Gedankenschneller in Angriff und Abwehr setzten sich die Gastgeber bis zum 8:4 ab. Auch eine zwischenzeitlich genommene Auszeit und vorgenommene Wechsel änderten nichts am Spielverlauf. Immer wieder konnte sich Malte Schmidt auf der halblinken Angriffsseite der USG durchsetzen. Nach quälenden neun torlosen Minuten fanden wir aber wieder zurück ins Spiel und trafen zum 8:5. Jetzt hatte die USG ihrerseits einige Schwierigkeiten, sich gegen unseren Abwehrverband durchzusetzen und beim Stand von 9:8 waren wir wieder in Schlagdistanz. Doch in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit scheiterten wir mit etlichen klaren Torchancen am Torhüter der Gastgeber. Die USG nutzte dies eiskalt aus und traf regelmäßig und setzte sich über ein 12:9 bis zum 15:11 zur Pause erstmals etwas ab. Unser Trainergespann richtete das Team zur Halbzeit wieder auf, Rückstände von vier Toren haben wir in dieser Saison schon reihenweise aufgeholt, lautete die motivierende Botschaft, allerdings musste sich dafür auch die eigene Trefferquote deutlich verbessern, sieben nicht verwandelte Hundertprozentige sprechen da für sich.

Doch schon nach sechs Minuten der zweiten Halbzeit lag die grüne Karte schon wieder auf dem Zeitnehmertisch. Zu diesem Zeitpunkt funktionierte nicht viel in unserem Spiel, die Gastgeber hatten sich bereits auf 19:13 abgesetzt und waren emotional oben auf. Jetzt endlich erwachten wir wieder aus unserer Lethargie. Einige gelungene Abwehraktionen und gehaltene Bälle setzten wir nach und nach in Tore um. Ehe sich die USG versah, hatten die Rottluffer vier Minuten später beim 19:18 den Anschluss wieder hergestellt. Die Gastgeber hielten weiter dagegen und beendeten ihre Torflaute, die HSG traf nun aber auch weiter bis zum 21:20. In dieser Phase konnte sich vor allem Patrick Fischer mit vielen Toren auszeichnen. Am Ende waren es acht Tore und eine sehr starke Trefferquote für den Linksaußen. Eine Zeitstrafe in der 44. Minute brachte uns etwas aus dem Tritt. Die USG legte mit schnellen Treffern zum 24:20 und 25:21 nach. Aber was sind für unser kampfstarkes Team schon vier Tore Rückstand. Mit ganz starken fünf Minuten legten wir einen 5-0 Lauf hin und drehten das Spiel komplett. Die USG war nun sichtlich konsterniert und mangels Wechselalternativen auch nicht mehr in der Lage richtig gegenzuhalten. Nach dem zwischenzeitlichen 26:26-Ausgleich trafen wir noch dreimal in Folge zum 26:29. Ein unnötiger Ballverlust unseres Teams und zwei schnelle Torabschlüsse der Gastgeber sorgten beim 29:30 wieder für Spannung. Bei drohendem passivem Spiel im nächsten HSG-Angriff konnte Martin Schlapka knapp zwei Minuten vor Schluss erneut die Führung auf zwei Tore ausbauen. Im Gegenzug kassierte er jedoch eine Zeitstrafe und die Schiedsrichter zeigten eine Minute vor Abpfiff erneut auf den Siebenmeterpunkt. Nachdem die Gastgeber bereits drei von sechs Siebenmeterwürfen nicht im Tor unterbringen konnten, scheiterte jetzt auch Dominik Krumm am Torhüter der Rottluffer und damit war die Partie endgültig entschieden.

Ein sehr starker Kampf unseres Teams in einem ganz wichtigen Spiel. Es ist gelungenen, den Punktgewinn der Vorwoche zu veredeln. Der Schlüssel war zweifelsohne, dass wir ab der 36. Spielminute unsere Abschlussschwäche überwinden konnten und sage und schreibe noch 19 Treffer bis Spielende nachlegten und gleichzeitig nur zehn Gegentreffer der USG zuließen. Nach der holprigen Hinrunde mit nur drei Siegen und 6:16 Punkten haben wir in der Rückrunde bereits 11:3 Punkte nachgelegt. Rein rechnerisch fehlt noch ein Punkt zum Klassenerhalt. Nach einer Woche Pause besteht die Gelegenheit dazu am 30.03. um 19 Uhr in der Sachsenhalle gegen das Team von Sachsen Werdau, auch da haben wir aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen.

Für unser Team spielten:

Tor:A. Bierbaum, H. Dietrich
Feld:B. Hofmann, M. Schlapka (3), M. Herzig(1), N. Lippoldes (2), P. Gugisch (1), P. Fischer (8), C. Starke (3) J. Röder (7/3), A. Hahn (3/2), J. Riedel (3), I. Beckmann (1) wink