17.02.2019: ZHC Grubenlampe II - HSG Rottluff/Lok Chemnitz II 25:29 (15:14)

Gegen die zweite Mannschaft des Zwickauer HC Grubenlampe hatte die Reserve der HSG Rottluff/Lok Chemnitz das dritte Spiel in Folge gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel der Bezirksliga zu bestreiten. Im Auswärtsspiel gegen die Westsachsen waren die Hausherren klar favorisiert. Doch die Gäste hatten dem derzeitigen Drittplatzierten in der Tabelle die erste Niederlage in der Hinrunde beschert. Somit bestand zumindest die kleine Hoffnung, den Zwickauern abermals erfolgreich die Stirn bieten zu können. Das dies letztendlich auch gelang, sah zu Beginn des Spiels lange Zeit nicht danach aus.

"Und täglich grüßt das Murmeltier", so könnte man meinen. Denn die Gäste verschliefen ein weiteres Mal den Spielbeginn. Zu harmlos der Angriff und zu löchrig die Deckung könnte das Fazit aus den ersten Minuten lauten. So waren es auch die Gastgeber, die ihren Torreigen eröffneten. Mit deutlich besserer Spiellaune lagen diese nach sechs gespielten Minuten bereits mit 5:0 in Front. Die Chemnitzer ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und beendeten danach die zusätzliche Aufwärmphase mit ihrem ersten Treffer. Das Spiel im Angriff lief aber immer noch nicht so flüssig wie gewünscht und die Tore waren oft das Resultat von individuellen Aktionen. Immerhin konnte man sich so bis etwa Mitte der ersten Halbzeit auf 7:4 herankämpfen. In der Abwehr unterstützten die Rottluffer nun ihren Torhüter besser, den sie zuvor oft auf sich allein gestellt ließen. Im Angriff kamen diese nun zu leichten Treffern aus dem erweiterten Gegenstoß und konnten so in der 21. Minute erstmals den Anschluss wieder herstellen (9:8). Die Hausherren unterbrachen mit einer Auszeit erst einmal den Spielfluss der Gäste. Eine anschließende Zeitstrafe für Chemnitz nutzten die Gastgeber, um den alten Abstand wieder herzustellen (12:9). Mit einem verwandelten Strafwurf und einem weiteren Tor in buchstäblich letzter Sekunde stellten die Gäste allerdings erneut den Anschluss wieder her. So wechselten beide Teams beim Stand von 15:14 die Seiten.

Eigentlich hätte man meinen müssen, Chemnitz hätte Anfang der ersten Halbzeit bereits genug Lehrgeld gezahlt. Doch auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte mussten die Gäste zunächst einen weiteren Rückschlag verkraften. Zwickau traf dreimal in Folge und lag erneut Erfolg versprechend mit 18:14 in Führung. Die Rottluffer ließen sich aber auch davon nicht beirren. Unterstützt durch ihren Torhüter holten sie Tor um Tor wieder auf. Hoch umjubelt stellte man so in der 40. Spielminute erstmals wieder den Ausgleich her (18:18). Nachdem man allerdings erneut eine Unterzahlsituation zu überstehen hatte, schien auch dieser Ausgleich wieder verloren zu sein. Gerade in dieser Phase scheiterten die Hausherren mehrmals am Rottluffer Torhüter. Diese münzten die Ballgewinne in Tore um und konnten in der 48. Minute erstmals die Führung in der Partie übernehmen (20:22). Entscheidend für die erfolgreiche Schlussphase des an Spannung gewonnenen Spiels war die offensive Umstellung der Deckung der Rottluffer. Dies stellte die Zwickauer zusehends vor Probleme. Trotzdem konnten auch sie wieder ausgleichen (23:23). Hier standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Nach einer letzten Auszeit der Gäste legten diese erneut zwei Tore vor (23:25) und mussten anschließend wiederum mit einem Mann weniger auf dem Spielfeld auskommen. Auch diese Unterzahl überstand man nahezu schadlos (24:25). In den letzten drei Minuten der Partie konnten die Gäste dank einer weiteren Energieleistung den Vorsprung auf ein komfortables 24:28 ausbauen. Für eine erneute Wende blieb den Hausherren nicht mehr genug Zeit. Die zweite Mannschaft der HSG Rottluff/Lok Chemnitz gewann damit bereits ihr viertes Spiel in der Rückrunde und beschloss einen erfolgreichen Spieltag des Vereins mit einem weiteren Auswärtssieg (25:29).

Für die HSG Rottluff/Lok Chemnitz II spielten:

Tor:A. Bierbaum, F. Massow
Feld:P. Fischer (4), F. Gehring (4), P. Gugisch (4), A. Hahn (2), M. Herzig (2), B. Hofmann (1), R. Preissner (1), J. riedel (2), J. Röder (5/2), M. Schlapka (4), L. Thieme