27.10.18: HSG Aue/Schneeberg - HSG Rottluff/Lok Chemnitz II 34:26 (15:9)

Das vergangene Auswärtsspiel bei der HSG Aue/Schneeberg stand unter keinen guten Vorzeichen. So musste die Mannschaft ohne das etablierte Trainergespann auskommen. Beide Mannschaftsbetreuer konnten aus beruflichen sowie gesundheitlichen Gründen nicht die Reise ins Erzgebirge antreten. Somit waren die Spieler auf sich gestellt und mühten sich nach Kräften, die mit auf den Weg gegebenen Anweisungen umzusetzen. Zuletzt hatten die Rottluffer in eigener Halle ein Achtungszeichen setzen können, als man den nun aktuellen Tabellenführer bezwingen konnte. Dieser letzte Erfolg lag aber schon einen ganzen Monat zurück.

Die Gästen erwischten auch prompt keinen guten Start in die Partie. In der Offensive waren die Würfe zu unplatziert, als das sie den Torhüter der Hausherren ernsthaft vor Probleme stellen konnten. Die ersten drei Versuche landeten so im Aus oder wurden ohne Mühe entschärft. In der Defensive agierten die Rottluffer gleichfalls zu zaghaft. Zu groß waren die Lücken im offensiv ausgerichteten Deckungsverband. Aue nahm die Einladungen dankend an und führte bereits in der 4. Minute mit 3:0. Hier machte sich schon das Fehlen des Trainerstabs bemerkbar. Es dauerte bis zur 10. Spielminute, bis die Mannschaft die Reißleine zog und die erste Auszeit in dem Spiel einforderte. Da stand es bereits 7:2. Durch die Umstellung in eine 6-0-Deckung sollten die Löcher in der Abwehr gestopft werden. Zunächst mussten die Rottluffer aber den 10:3 Rückstand hinnehmen, ehe sich ihr Spiel zum Besseren wendete. So recht sollte aber die Aufholjagd nicht glücken. Im Angriff traf man mitunter immer noch die falschen Entscheidungen. Über die Stationen 11:5, 13:7 und 15:9 hielten die Hausherren ihren Vorsprung konstant aufrecht. Beim 15:9 wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Sechs Tore Rückstand sind im Handball durchaus wieder aufzuholen. Dazu bedurfte es aber eines entschlossenen Zugreifens in der Abwehr der Chemnitzer. Dies geschah nach Meinung der Schiedsrichter aus Bayern in der 35. Minute zu beherzt und wurde mit einer Zeitstrafe für Chemnitz geahndet. Da man über diese Entscheidung zusätzlich und auch zu Recht seinen Unmut äußerte, kassierte man gleich eine weitere Zeitstrafe obendrauf. Dies schwächte die Gäste enorm. Aus einem 18:11 erspielten sich die Erzgebirger in der doppelten Überzahl einen 10-Tore-Vorsprung (22:12). Die Gäste mühten sich danach redlich, aber sie vermochten den Bock nicht mehr umzustoßen. In der Defensive ließ man den Gastgebern wieder mehr Raum zur Entfaltung. Viele Würfe aus der zweiten Reihe fanden da den Weg ins Chemnitzer Gehäuse. In der nächsten Auszeit für Chemnitz beim Stand von 26:17 Mitte der zweiten Halbzeit glaubte man schon nicht mehr an einen möglichen Punktgewinn. Und doch keimte kurzzeitig etwas Hoffnung auf, als man mit drei Toren in Folge das Ergebnis wieder freundlicher gestalten konnte (27:20). Die HSG Aue/Schneeberg ließ aber nichts mehr anbrennen und stellte den alten Abstand wieder her (30:21). In den letzten Minuten des Spiels traten keine wesentlichen Veränderungen ein. Rottluff verliert am Ende recht deutlich mit 34:26. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass man das Spiel unter anderen Umständen vielleicht auch nicht hätte gewinnen können, aber der Ausgang wäre eventuell knapper gewesen.

Für die HSG Rottluff/Lok Chemnitz II spielten:

Tor:A. Bierbaum, H. Dietrich
Feld:P. Fischer (4), M. Herzig (3), B. Hofmann (1), M. Hupfer (2), N. Jorisch (2), J. Röder (1/1), M. Schlapka (6), M. Schubert (3), O. Sichert (2), C. Starke (2)