15.09.18: HSG Rottluff/Lok Chemnitz II- Rotation Weißenborn 20:21 (9:12)

Wenn sich nach Ertönen der Schlusssirene die Gastmannschaft zu einer jubelnden Spielertraube zusammenfindet und enttäuschte Gastgeber auf dem Spielfeld zurückbleiben, muss dem Ganzen eine dramatische Schlussphase vorangegangen sein, so geschehen am Samstagabend in der Sachsenhalle.

Wie schon in den beiden ersten Spielen der Saison verschliefen die Rottluffer in der Partie gegen den Vorjahresvierten, die Mannschaft von Rotation Weißenborn, den Beginn des Spiels. Ganze zwei Treffer gelangen in den ersten 18 Minuten des Spiels. Die Gäste netzten derweil bereits siebenmal ein und wieder musste man beim Stand von 2:7 einem hohen Rückstand hinterherlaufen. Die schnell erforderlichen Wechsel der Trainer sorgten für mehr Druck im Angriffsspiel und auch im Deckungsverbund hatte man die starke Aufbaureihe der Gäste jetzt im Griff. Mit großem kämpferischem Aufwand arbeiteten sich die Rottluffer über die Spielstände 5:8, 8:10 und 9:11 in Schlagdistanz. Unnötige Fehler brachten aber nicht mehr den erhofften Anschluss vor der Pause, sondern einen 9:12 Rückstand.

Anders als in den vorangegangenen Partien gelang es den Gastgebern jedoch, den Schwung aus den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte mit in die zweite Halbzeit zu nehmen. Statt in dieser Phase den Gegner entscheidend ziehen zu lassen, konnte man immer wieder auf zwei Treffer verkürzen. Jedoch gelang der psychologisch so wichtige Anschlusstreffer einfach nicht und so verteidigten die Gäste ihre Halbzeitführung bis zum Stand von 14:17 in der 47. Minute. Der Deckungsverband in Verbindung mit den Torhütern stand weiter vorbildlich und endlich konnten auch die sich ergebenden Chancen besser verwertet werden und in der 54. Spielminute zum 18:18 ausgeglichen werden. Im Anschluss boten sich sogar Chancen zur ersten Führung im Spiel, aber entweder fehlte die Durchschlagskraft im Angriff oder man vergab klarste Tormöglichkeiten. So wurde es weiter ein zähes Ringen um jedes Tor und die Gäste konnten weiter vorlegen. Beim Stand von 19:20 vergaben die Rottluffer zwei klare Tormöglichkeiten und im Gegenzug wurde den Gästen eine Minute vor Schluss ein Siebenmeter und den Gastgebern eine Zeitsprache zugesprochen. Doch auch die Weißenborner taten sich weiter mit dem Tore werfen schwer, Alexander Bierbaum konnte parieren und den Ball für sein Team sichern. In Unterzahl gelang dann Felix Gehring der umjubelte Ausgleichstreffer zum 20:20. Den noch folgenden Angriff der Gäste hatten die Rottluffer eigentlich bereits unterbunden, aber eine Sekunde vor Schluss konnte der wurfgewaltige Derik Zojdz völlig unbedrängt den Ball im rechten unteren Eck des Tores versenken.

Trotz des unglücklichen Ausgangs gab es direkt nach dem Spiel viel Lob unserer Trainer. Durch eine starke Deckungsleistung und großem kämpferischen Einsatz konnten so manche Schwächen im Angriffsspiel kompensiert werden. Das Team ist auf einem guten Weg, muss weiter an seine Stärken glauben und sich kontinuierlich verbessern. Die nächste Möglichkeit bietet sich bereits am Sonntag um 16 Uhr beim TSV Oelsnitz.

(geschrieben von Hendrik Dietrich)

Für unser Team spielten:

Tor: A. Bierbaum, H. Dietrich

Feld: B. Hofmann (2), M. Schlapka (3), M. Herzig (1), N.Lippoldes , F. Gehring (6), P. Fischer (3), C. Starke, O. Reinert, M. Hupfer (1), J. Röder (1/1),  A. Hahn (2), J. Pannwitz (1)