Interview mit Michel Wiesend

Du begleitest uns seit der letzten Saison, wie kam es dazu?
Thomas Wagner kam damals auf mich zu. Aufgrund seiner beruflichen Situation konnte er die Mannschaft wahrscheinlich nicht die ganze Saison betreuen und nach einigen Treffen und Absprachen mit dem Vorstand habe ich dann zugesagt.

Was waren die Gründe für deine Zusage?
Die Mannschaft brauchte einen Trainer und die Jungs zeigten mir schon zu Beginn der Saison, dass sie sich entwickeln wollten und damit kann ich gut arbeiten. Außerdem bekam ich viele positive Resonanzen aus dem Umfeld und der Vereinsführung, da habe ich dann nicht mehr lang überlegt.

Das freut uns als Verein zu hören. Anhand deiner Laufbahn sehe ich, dass du selbst Spieler warst, wieso bist du in das Trainerdasein gewechselt?
Schon als Spieler hat mich das Trainerdasein gereizt. Als Spieler hatte ich schon den Grundgedanken später in diesen Bereich zu wechseln. Aktiv begonnen habe ich damit im Jahr 2000. Jedoch ist dies gar nicht so einfach, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen. Daher möchte ich mich hier bei meiner Angetrauten bedanken, die mir immer den Rücken freihält!

Was können wir diese Saison von dir als Spielphilosophie erwarten?
Ich stehe für einen modernen und vor allem schnellen Handball. Wobei das Mannschaftsgefüge eine wichtige Rolle spielt, gerade als Team, welches als absoluter Underdog in dieser Liga spielt, ist eine starke Teamchemie von großer Bedeutung. Bei den Jungs mache ich mir aber keine Sorgen, da hat es schon letztes Jahr gestimmt.

Wo siehst du die Stärken unserer Mannschaft?
Alle haben das Herz am rechten Fleck und besitzen eine gesunde Selbsteinschätzung. Jeder wusste, dass die Sachsenliga kein Vergleich zur Verbandsliga ist. Weiterhin sind alle sehr jung und wissbegierig und ich denke, die angesprochene Teamchemie ist eine der größten Stärken. Schon letzte Saison hat sich jeder in den Dienst der Mannschaft gestellt, egal ob er 10 Minuten oder 60 Minuten gespielt hat.

Was willst du mit dem Team auf kurze und lange Sicht erreichen?
Einen roten Faden im Spiel zu etablieren, oftmals brechen wir zu früh aus oder treffen die falschen Entscheidungen. Sowas wird leider hart bestraft in der Liga, das mussten die Jungs schon letztes Jahr zu spüren bekommen. Dann die Strukturen weiter zu festigen und die Baustellen, die sich aufmachen, zu beheben. Die Mannschaft ist, wie gesagt, sehr jung, da kommt es immer mal wieder zu Problemen im taktischen Bereich. Das ganze unter der Prämisse, dass der Verein nur mit regionalen, zumeist Eigengewächsen spielen möchte.

Was würdest du dir persönlich noch an Veränderung wünschen?
Natürlich etwas Erfahrung, das würde den Jungs auch in oftmals schwierigen Spielsituationen helfen und ein wenig Entlastung bringen. Vor allem aber einen Co-Trainer und Mannschaftsleiter. Ich denke, dies wäre ein wichtiger Schritt zur Weiteren Professionalisierung des Vereins.

 

Sachsenliga 2019/20

Mannschaft P T
HC Glauchau/Meerane32:2+135
Koweg Görlitz26:8+57
ZHC Grubenlampe23:11+29
Germania Zwenkau20:14+8
LHV Hoyerswerda18:16+13
SG LVB18:16+9
HSV Dresden17:17+12
Zwönitzer HSV16:18-18
HVO Cunewalde15:19+6
HSV Weinböhla12:22-43
HSG Neudorf/Döbeln4:30-85
HSG Rottluff/Lok Chemnitz3:31-123